"Er sagt, alles auf der Welt hat seinen Platz, Wölfe wie Menschen."

Celia Rees, "Hexenkind"

Herzlich Willkommen!

Foto: Antje Babendererde

Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen auf meiner Seite.

Bücherschreiben ist ein wunderschöner – aber oftmals auch ein sehr einsamer Beruf. Und neben fieberhaften Schaffensphasen gibt es Tage, in denen die Figuren schlichtweg streiken, die Geschichte stagniert – nichts mehr geht. In solchen Momenten wirkt eure erfrischende und oft sehr berührende Leserpost wie Medizin.

Einen herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen, mich an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben zu lassen.

Viele von euch haben natürlich auch Fragen – und die versuche ich so gut ich kann auf dieser Homepage zu beantworten.

Viel Spaß beim Stöbern wünscht euch

Antje Babendererde

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Neuigkeiten

Nachdem der Sommer so vielversprechend begonnen hat, zeigt er sich nun von seiner weniger guten Seite. Aber Regenwetter ist Schreibtischwetter – und so sitze ich an den letzten Überarbeitungen des neuen Romans. Einen Titel gibt es noch nicht, die Suche danach gestaltet sich wie immer schwierig … Die Geschichte … mehr »

Mein Buchtipp

300 Kurzbiografien prominenter Indianer Nordamerikas bis zum 19. Jahrhundert
von Rudolf Oeser

Covergrafik, 300 Kurzbiografien prominenter Indianer Nordamerikas bis zum 19. Jahrhundert

Sehr gut recherchiertes, komplettes Werk mit zum Teil bisher unbekannten Fakten. Sehr schön zum schnellen Nachschlagen. Sollte in keiner Indianerbuchsammlung fehlen.

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Lesermeinung zu Starlight Blues: In der Klte der Nacht

von Uli Klinger aus Köln

Der erste Kriminalroman mit dem indianischen Detektiv Adam Cameron. Adam Cameron ist Journalist und Privatdetektiv in Seattle / USA. Ein indianischer Privatdetektiv. Als Dreijähriger wurde er von einem weißen Ehepaar adoptiert, das ihm seine Herkunft vorenthielt und das Wissen darum mit ins Grab nahm. Als ihn in seinem Büro ein Telefonanruf aus Winnipeg erreicht, ist er wie elektrisiert: Der Nachname des Anrufers ist Blueboy und das ist auch Adams indianischer Name. Robert Blueboy bittet ihn herauszufinden, warum sein damals siebzehnjähriger Bruder Daniel vor zehn Jahren den Kältetod sterben musste. Daniel war aus einer Besserungsanstalt ausgebrochen und Tage später außerhalb der Stadt gefunden worden: Nur leicht bekleidet im Schnee war er jämmerlich erfroren. Alles deutet auf einen tragischen Unglücksfall hin. Doch warum trug der tote Junge nur einen Schuh? Und obwohl Adam für Kanada keine Lizenz als Privatdetektiv besitzt und außerdem eine unerklärliche Schnee- und Kältephobie hat, fliegt er im Januar nach Winterpeg, wie die Winnipegger ihre Stadt nennen. Zunächst ist alles Routine. Adam befragt Leute und versucht sich ein Bild von dem toten Jungen zu machen. Nach und nach kommt er der Wahrheit auf die Spur. Doch plötzlich überstürzen sich die Ereignisse und Adam sieht sich mit seinen furchtbarsten Ängsten konfrontiert. Soweit eigentlich alles nur ein ganz normaler Krimistoff, könnte man / frau meinen. Doch Antje Babendererde übertrifft sich wieder einmal selbst. Hervorragend geschildert die Detektivfigur des Adam Cameron, der in seinem ganzen Zwiespalt porträtiert wird. Einerseits der �moderne� Amerikaner, erwachsen, gut situiert, verheiratet, Vater von 2 Kindern. Und andererseits der Amerikaner indianischer Abstammung, der um Sitten und Gebräuche weiß, die stellenweise hoffnungslose Lage seiner Rasse kennt (ohne irgendetwas zu beschönigen oder schönzureden) und der seinem ganz persönlichem Geheimnis auf der Spur ist. Diese Figur stimmt, lebt und lässt noch auf viel hoffen! Die Situation der Cree-Indianer in Kanada hat Babendererde zwar schon mehrmals in ihren Romanen geschildert, aber noch nie so lebendig, ausdrucksvoll und klar wie in diesem Buch. Alle diese Figuren leben, sind realistisch und damit halt nicht folkloristisch. Die politischen Bezüge werden genannt, Hut ab, denn dieses Buch wurde vor Obamas Wahlerfolg in den USA zu Ende geschrieben und bezieht Stellung. Insofern ist es politisch, ergreift Partei für die Ureinwohner durch die Schilderung der sozialen Frage und der Lebensumstände, die für den großen Teil von Ihnen nur in Frage kommt. Und das heißt entweder Aufgabe der Identität als Indianer und damit totale Anpassung mit der Gefahr des Alkoholismus als auffälligstes Merkmal oder die Rückbesinnung auf andere Lebensformen und �werte, wohl wissend, dass ein Leben �wie früher� nicht mehr möglich ist und auch dieser Lebensstil Anpassung verlangt, Kompromisse ein- und ein Scheitern nicht ausschließt. Das ist nicht neu bei Antje Babendererde, fällt nur dieses Mal besonders auf, weil die ausführliche Liebesgeschichte fehlt (bzw. anders geschildert ist). Letzteres werden einige Fans der Autorin sicher vermissen, aber ich habe ihre Bücher immer unter diesem (politischen) Anspruch gelesen und bin daher dankbar für den �Wandel� bei diesem Krimi. Denn das ist das Buch und so sollte man es auch lesen. Die Lösung des Falles selbst ist für den Leser vorhersehbar, allerdings erst ganz zum Schluss, denn vorher werden viel versprechende, in die Irre führende Spuren gelegt, (falsche) Lösungsmöglichkeiten angeboten, so dass die Überraschung gelungen ist. Es war ein wahres Vergnügen, dieses Buch zu lesen, fast schon ein Leserausch! Danke an Antje Babendererde und den Merlin Verlag für diesen Genuss!!! Uli Klinger 18.03.2009

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